Fari-Cup 2012

Mit dem Ende der Kleinbootsaison im laufenden Jahr endet bekanntermaßen noch lange nicht die Rudersaison im Preetzer Ruderclub, denn die für Großboote läuft ganzjährig. Der Fari-Cup, ausgerichtet vom RC Favorite Hammonia in Hamburg, bietet einen geeigneten Anlass, in die Mannschaftsboote zu steigen, um sich mit anderen Ruderinnen und Ruderern zu messen.
Nach dem kurzen Kälteeinbruch und dem durchwachsenen Wetter in der Vorbereitungszeit hatten wir uns auf das Schlimmste eingestellt: Regenschauer, möglicherweise mit Graupel, und viel Wind. Ein Tiefdruckgebiet mit viel Regen im Gepäck, sollte sich im Verlauf des Wettfahrttages vom Südwesten nach Nordosten bewegen. Doch allen Wetterprognosen zum Trotz zeigte sich der 4. November von seiner allerbesten Seite, indem kein Wölkchen die rote Morgensonne beeinträchtigte. Das war ein gutes Zeichen für einen trockenen Tag, an dem es erst am Abend anfing zu regnen.
Kurz nach neun Uhr trafen wir auf dem Sattelplatz am Alsterufer ein, auf dem bereits ein reges Treiben im Gange war. Aufgrund der beeindruckenden Meldeliste, auf der 101 Gigvierer und 48 Achter standen, dauerte das Zuwasserlassen einige Zeit.
Während die Gigvierer 4,3 Kilometer zu rudern hatten, waren es für die Achterbesatzungen 7,5 Kilometer.
Folglich mussten wir lediglich den Startplatz in Winterhude ansteuern, der gesäumt war von zahlreichen Spaziergängern auf dem Alsterwanderweg, welche die gestarteten Boote teilweise lautstark anfeuerten.
Zunächst einmal warteten wir, aufgrund unserer hohen Startnummer, mit den anderen Booten eine Zeit lang in der noch wärmenden Novembersonne, bevor wir das Startzeichen bekamen.
Tina, Birte, Hauke, Frederike und ich waren sehr gespannt, wie das Rennen verlaufen würde, nachdem wir erst einmal trainieren konnten und das bei widrigsten Bedingungen. Also vertrauten wir darauf, das wohl Beste aus der Situation zu machen, um dennoch möglichst weit nach vorne zu kommen. Es sollte gut und rund laufen. Haukes Schlag passte vortrefflich, auch wenn wir nach längerem Widerstand dem Boot mit dem Olympioniken Bastian Seibt nachgeben mussten, aber dennoch zwei andere Boote überholen konnten.

Das offizielle Ergebnis für die Mixed-Boote weist für unser Boot den dritten Platz aus, mit dem wir sehr zufrieden sein können. Das Boot mit Gunnar und Ingmar belegte in deren Kategorie sogar den respektablen ersten Rang.

Unabhängig von den Platzierungen war diese Wettfahrt eine gelungene Veranstaltung, die wir unbedingt für das nächste Jahr im Auge behalten sollten.  Dazu gehört für mich auch das Staffelrudern im Sommer auf dem selben Revier, an dem in diesem Sommer nach langer Zeit wieder vier Bootsbesatzungen des Preetzer Ruderclubs mit gutem Erfolg teilgenommen haben.

Mit dem Blick auf eine aktive Winterzeit und die Aussicht auf das neue Ruderjahr wünsche ich alles Gute.

 

von Thomas Cromm