Jetzt wird es ernst: Saisonauftakt auf der Aaseeregatta in Münster

Ob man für eine normale Regatta nach Münster fahren muss oder nicht, ist sicher umstritten. Ob man für einen Start im Einer 24€ bezahlen muss ist es nicht minder. Aber warum fährt man dann nach Münster zur Regatta? Ganz einfach: Weil es eine der größten Regatten mit entsprechend Konkurrenz für den Juniorenbereich ist, weil man die volle Streckenlänge im Albanosystem fährt und weil Münster und der Aasee einfach schön sind.

Aus Preetz waren fast alle Ruderer dabei, die am kommenden Wochenende in den Ranglistenrennen des RVSH um die begehrten Plätze in den Vierern der Landesauswahl starten sollen. In diesen Rennen geht es um das Ranking, nach dem die Vierer für die Saison besetzt werden. Wer hier auf die ersten vier Plätzen landet kommt zunächst ins beste Boot – wer hier schlecht fährt hat es schwerer im Kampf um einen Platz in einem leistungsstarken Vierer. Aus diesem Grund sollten Nela Kubik im Junioren-Einer B, Carsten Gigas im Junior-Einer B und Julian Ritter im Leichtgewichts-Junior-Einer B Rennerfahrung sammeln, Selbstbewusstsein tanken und den eigenen Stand im Bord an Bord Kampf mit der Konkurrenz über die volle Streckenlänge von 1500m messen.

Am Samstag konnten Nela Kubik und Julian Ritter je ein Rennen gewinnen und eines als zweiter beenden. Carsten Gigas erreichte in beiden Rennen als Sieger die Ziellinie. Dabei wurden alle Siege sehr deutlich vor der Konkurrenz gewonnen.

Nach einem netten Abend am Ufer des Aasee mit Grill und Abendsonne konnten am Sonntag gab es weitere Chancen den inneren Schweinhund zu  besiegen und Routine unter Rennbedingungen zu erlangen. Julian musste sich im Toprennen der Nummer 2 der Deutschen Indoor-Rowing-Serie stellen und musste feststellen, dass bis nach ganz oben doch noch etwas Arbeit wartet. In seinem zweiten Rennen des Tages unterlag der ernsteste Gegner im „Bord an Bord“-Kampf und musste Julian ab 1000m ziehen lassen. Nela bezwang die härteste Konkurrentin des Rennens ebenfalls erst auf den letzten 500m, erruderte auf dieser Strecke aber noch zwei Längen Vorsprung. Carsten musste feststellen, dass eine Schlagzahl von unter 30 Schlägen pro Minute trotz eines gut laufenden Einers nicht auf Dauer ausreichen, um starke Gegner zu bezwingen. Als Zweiter kam er ins Ziel, musste sich aber eines weiteren Gegners über die gesamte zweite Streckenhälfte erwehren und bis ins Ziel kämpfen.

Letztlich können alle stolz auf zwei Medaillen blicken und mit viel Selbstvertrauen in Lübeck an den Start der Rangliste gehen. Ein Wochenende also, das den Aufwand durchaus gelohnt hat.