Norddeutsche Ergometer-Meisterschaften – der nächste Online-Wettkampf

Am 13. März wurden die Norddeutschen Ergometer-Meisterschaften 2021 ausgetragen – wieder eine Veranstaltung im Online-Format.

Diese Wettkampfform ist uns inzwischen gut bekannt: Die Ergometer werden über Kabel mit einem Laptop gekoppelt und dieser stellt die Verbindung zu einer Internetseite her, auf welcher alle angemeldeten Teilnehmer*innen gleichzeitig virtuell gegeneinander starten.

Für alle, die bisher noch nicht selber einen solchen Livestream mitverfolgt haben, ist hier ein Bild des Livestreams der Deutschen Ergometer-Meisterschaften (dieser ist auf der Internetseite des DRV zu finden):

Um genügend Platz für unsere Teilnehmer*innen zu haben, wurden die Räumlichkeiten des Friedrich-Schiller-Gymnasiums genutzt. Somit konnte jede/r Sportler*in alleine in einem Klassenraum fahren und von einer weiteren Person, die sich zusätzlich im gleichen Raum aufhalten durfte, angefeuert werden.

Weil zur Belüftung die Fenster sowie die Türen zum Gang offen standen, konnten die Teilnehmer*innen nicht selten auch die Anfeuerungsrufe und schallende Musik aus den anderen Räumen hören – so ergab sich immerhin ein kleines Gemeinschaftsgefühl, welches viele schon so lange vermisst haben.

Doch neben den Corona-Auflagen gibt es natürlich auch Berichtenswertes vom sportlichen Teil der Veranstaltung.

Der PRC wurde von 24 Jugendlichen im Alter von 12 – 17 Jahren vertreten.

Zur Freude aller schafften es drei Viertel von ihnen, sich unter die Top 5 in den jeweiligen Rennen zu rudern. Besonders hervorzuheben sind Maila Waldner (Mädchen 2008), Micklas Scheer (Jungen 2007 Leichtgewicht) und Sophie Hutsch (A-Juniorinnen), da sie sich in ihren Altersklassen den Sieg und somit auch den Titel sichern konnten. Außerdem gratulieren wir vier Silber- und fünf Bronzemedaillen-Gewinner*innen.

Es zeigt sich, dass die Bemühungen, durch einen Ergokreisel (das bedeutet, dass die Ergometer in einem festgelegten Rhythmus den/die Besitzer*in wechseln), möglichst vielen Jugendlichen Training zu ermöglichen, ihren Aufwand wert sind und sich auszahlen.

Außerdem sind diese Online-Wettkämpfe eine gute Möglichkeit, sich im Training zu motivieren, um dann im Vergleich mit anderen Gleichaltrigen möglichst gut abzuschneiden. Doch auch wenn die Erfolge eine erfreuliche Abwechslung sind, die Atmosphäre einer „normalen“ Veranstaltung können sie unserer Meinung nach nicht ersetzen.

Gerade jetzt wird deutlich, wie wichtig beispielsweise die Hin- und Rückfahrten zu den Veranstaltungsorten sind, welche manchmal auch stundenlange Zugfahrten sein können, sowie die Zeit zwischen den Rennen – denn das sind sonst genau die Zeiten, die man mit den eigenen Freund*innen verbringen kann. So eine Gemeinschaft kommt natürlich nicht in dem Maße zustande, solange jede/r alleine „mal eben“ zur Schule fährt, dort die Distanz auf dem Ergo zurücklegt und sich anschließend wieder auf dem Heimweg machen muss.

Deshalb freuen wir uns, so wie wahrscheinlich die meisten Ruderer*innen, umso mehr darauf, hoffentlichmöglichst bald wieder an Veranstaltungen in ihrer „prä-pandemischen“ Form teilnehmen zu können.

Großen Dank wieder einmal an Helene und Sophie für den Text!!!