Norddeutsche Meisterschaft im Indoor Rowing mit Spitzenleistung

Lübeck, 16. Januar. Winterzeit heißt bei den Ruderern „Ergometerzeit“. Durch die mit den kalten Wassertemperaturen verbundenen Gefahren müssen derzeit viele Trainingseinheiten auf dem Ruderergometer in der Trainingshalle absolviert werden. Aus diesem Grund fanden am vergangenen Wochenende im Lübecker „Schuppen 6“ die 16. Norddeutschen Ergometermeisterschaften statt. Verbunden ist diese Meisterschaft mit der deutschen „Concept 2 Indoor Rowing Serie“, die in fünf Wettbewerben in ganz Deutschland den deutschen Meister in dieser Disziplin sucht. Zudem ist das Ergebnis ein Indikator für die beim Rudern so wichtige physische Leistungsfähigkeit in der Bootssaison.

20160116 DIRS Melvin Müller-RuchholtzDen Höhepunkt der diesjährigen Meisterschaft setze der Preetzer Melvin Müller-Ruchholtz. Im letzen Jahr war Melvin ja bereits deutscher Meister bei den leichten B-Junioren geworden. Nach einem hervorragenden Test im Dezember, in dem er bereits den bestehenden Landesrekord unterboten hatte, pulverisierte er die bestehende Rangliste der leichten A-Junioren. Mit 6:28 min unterbot er die bisherige Bestleistung der Saison um 7 Sekunden. In den vergangenen 5 Jahren war kein Ruderer der Altersklasse in Deutschland schneller im Ziel. Melvin kann nun in zwei Wochen ganz entspannt nach Kettwig zum Finale der Indoor Rowing Serie fahren, um dort notfalls seine Führung zu verteidigen. Sollte ihm dies gelingen, wäre dies der 3. Deutsche Meistertitel innerhalb von 1,5 Jahren.

DIRS 300x200Für die übrigen Junioren aus Preetz lief es nicht gut. Jona Hasenpusch bei den schweren B-Juniorinnen Elisa Trog bei den leichten B-Juniorinnen und Maximilian Melle konnten auf der 1500m-Strecke nicht schneller fahren, als auf der 2000m-Strecke im Dezember. Ebenso erging es Niklas Habermann, der seine Zeit von Anfang Dezember nicht steigern konnte.

In den Mannschaftswettbewerben startete die Preetzerin Anni Schlüter im Team des EKRC im Frauen 8er und Junioren Mixed 4er. Im 8er kam das Team als drittes über die Ziellinie. Derzeit bedeutet dies Platz vier in der deutschen Meisterschaftswertung. Im Vierer gewann Anni als Schlussfrau der Staffel deutlich das Rennen vor Kappeln, Plön und Lübeck.