Pölich nach Bernkastel-Kues

42 km … die längste Etappe stand auf der Tagesordnung. Und diese Etappe sollte besonders werden.

Der Reihe nach… wie immer aufstehen, frühstücken und dann zum ersten Mal Zelte abbauen. Wir kamen an einem sehr schönen warmen und sonnigen Tag etwas später los. Nach 2km gleich die erste Schleuse mit langer Wartezeit und hoher Staustufe.

Danach ging es im gedrosselten Tempo so dahin, wir genossen die Landschaft und ab und zu mussten wir der Berufsschifffahrt ausweichen. Uns war die Länge der Etappe bewusst, wir hatten genug zu essen und trinken dabei. Die Boote waren mit Gepäck voll.
Dann bei Moselkilometer 155 kam uns die „Amadeus Classica“ entgegen. Ein großer Ausflugsdampfer mit hoher Welle die sich schon bald am Ufer brach… Steenbek geht parallel zur Welle, Albatros auch, für Berlin kommt die Welle zu plötzlich.
Der erste Wellenberg wird genommen, der Bug rauscht ins Tal, die Welle bricht ins Boot…
Das Boot läuft voll! „Alle raus! Sofort raus!“ Das Boot sinkt bis knapp unter die Wasserlinie, das Gepäck muss von Albatros und Steenbek aufgenommen werden. An einer ungünstigen Böschung muss das Boot leergelenzt werden. Mist, die Werkstatt ist gesunken.
Die Mannschaft steht unter Schock, ist aber wohlauf. Das Boot wird geleert, Olli rutscht aus und ist plötzlich weg… banges Warten, dann taucht er auf. Zum Glück ist er nur mit dem Knöchel auf einen Stein geschlagen.
Als alle wieder im Boot sitzen treiben Berlin und Albatros noch auf einen Stein…

Danach kann es weitergehen und wir haben noch 30km vor uns.

Irgendwie reißen wir diese Strecke runter, kommen erst um 17:30 in Bernkastell-Kues an. Sind fertig… Boote raus, ins Bootshaus.

Essen, schlafen (zum Teil unter freiem Himmel)…. was für eine Etappe..