Preetzer Ruderclub in Celle – Oben Wasser, unten Wasser und dazwischen viel Spaß

Preetzer Ruderclub in Celle – Ein Bericht von zwei Pressewartinnen der Jugend, Helene und Sophie, über das alljährliche Trainingslager in Celle.

„Beim Betreten der Ziegeninsel in Celle sieht man Zelte, Boote und vereinzelte Menschen über die Wiese laufen. Der Lautstärke folgend finde ich die jungen Sportler im Gemeinschaftsraum des Celler Rudervereins. Jedes Jahr veranstaltet der Preetzer Ruderclub ein einwöchiges Trainingslager, um die Jugendlichen für die Saison fit zu machen. Vor Ort organisieren Silke Sothmann und Jürgen Wolff, tatkräftig unterstützt von neun Jugendtrainern, den Ablauf.

Meine Mannschaft begrüßt mich und erzählt mir gleich die erschreckende Neuigkeit. Ein Diebstahl wurde begangen, zwei Laptops und zwei Handys werden vermisst. Glücklicherweise gibt es Überwachungskameras und die Polizei recherchiert. An der Glastür hängt der Plan für den Tag, drei Einheiten im Einer und Vierer. Der Ablauf ist wie in den Vorjahren. Als es Zeit wird, auf das Wasser zu gehen, ist die Motivation gering, denn es regnet, wie schon den ganzen Morgen. Zuerst die Skulls, sprich die Ruder, an den Steg bringen, dann das Boot ins Wasser setzen, Skulls einlegen und abstoßen, so verläuft das Prozedere. Eine Begrenzung der Strecke ist das Wehr, welches die Durchfahrt nach 6 Kilometern stromaufwärts verhindert. Nach 12 anstrengenden Kilometern auf der Aller legen wir an.

Die nassen Sportklamotten verschwinden im Heizungsraum, viel Platz ist nicht mehr, da dort um die 30 Einteiler, Hosen und T-Shirts hängen.

Zum Mittag gibt es Nudeln oder Döner in der Stadt, wobei eine sättigende Handpizza direkt vor der nächsten Einheit nicht unbedingt eine gute Idee ist. In den Pausen fordert Silke regelmäßig die Rudererinnen dazu auf, die aufgehängten Handtücher aus der Umkleide verschwinden zu lassen, die Celler wollen schließlich auch noch Platz haben. Da wir die Aufforderung kennen, bleibt die erwünschte Reaktion aus.

Gegen Abend läuft es in der Küche auf Hochtouren. Es soll gegrillt werden, dafür schneidet die Kindergruppe Gemüse und Salat in einen Wäschekorb und in drei großen Töpfen kochen Kartoffeln. Die Nachricht, dass das Fleisch auf dem Grill liegt, verbreitet sich schnell und in einem Augenblick sind die Biertische besetzt.

Lautes Gelächter schallt über die Wiese bis die Ersten in den Zelten verschwinden.

Doch davor muss man sich der Kälte entsprechend anziehen. Zwei T-Shirts, mindestens, einen Pullover, Wollsocken, am liebsten die selbstgestrickten von Oma, und Jogginghose. So verlassen wir die Umkleide und ziehen Richtung Schlafsack. Bald ist Ruhe auf der Ziegeninsel, denn, wie alle wissen, ruft Silke um 7 Uhr zur morgendlichen Laufrunde.

Nach diesem Muster verläuft der Rest der Woche.

Ein bemerkenswertes Highlight ist das Anrudern der Celler Rudervereine, um offiziell in die neue Saison zu starten. Wir ziehen alle die PRC-Einteiler an und stehen Spalier. In der großen Runde waren annähernd die Hälfte Preetzer. Unserer Meinung nach ist das Wichtigste an dieser Veranstaltung der Kuchen, der am Abend übrig geblieben ist und zum Verzehr freigegeben wird. Da heißt es schnell sein!

Die Woche endet mit dem beliebten Ablege-Wettbewerb der Kinder. Es geht darum, sich im Einer so kräftig vom Steg abzustoßen, dass die Skulls ohne nachzuhelfen auf dem Wasser liegen und den Steg nicht mehr berühren. Als Belohnung winken fünf Kugeln Eis für jeden, der es schafft.

Am Samstag, den 4.5., fahren alle wieder nach Preetz, doch mit Sicherheit werden in den nächsten Wochen alle noch von dieser besonderen Woche zehren, ob an den schönen Erlebnissen oder den neu erlernten Ruderkenntnissen.“

Vielen Dank für den Text an Sophie und Helene!